
{"id":73,"date":"2015-02-01T22:41:46","date_gmt":"2015-02-01T21:41:46","guid":{"rendered":"http:\/\/home.uia.no\/katjaw14\/?page_id=73"},"modified":"2015-02-07T13:42:05","modified_gmt":"2015-02-07T12:42:05","slug":"january-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/home.uia.no\/katjaw14\/blog-2\/january-2\/","title":{"rendered":"01 January"},"content":{"rendered":"<p>5. Januar:<\/p>\n<p>So, endlich mal ein bisschen Zeit etwas zu schreiben, nachdem wir dank der super Organisation durch die Buddys etc. immer auf den Beinen waren und viele n\u00fctzliche Infos \u00fcber die Uni und die Stadt erhalten, kleine Ausfl\u00fcge unternommen, Partys gefeiert und M\u00f6glichkeiten zum Kennenlernen der anderen International Students hatten. Die Reise hierher war an sich schon ein Abenteuer: Wir, also meine Eltern und Jochen (ein Studienkomilitone aus Heidelberg), waren trotz der \u201enur\u201c rund 1000 km Luftlinie, ca. 18 Stunden unterwegs. Denn wir hatten auch noch das \u201eGl\u00fcck\u201c, dass es im Norden von D\u00e4nemark, wo die F\u00e4hre nach Kristiansand ablegt, ziemlich st\u00fcrmisch war und deshalb die F\u00e4hre 1,5 Stunden Versp\u00e4tung hatte. Die F\u00e4hrfahrt an sich war dementsprechend auch recht bescheiden&#8230; Aber immerhin sind wir dann gut angekommen und wurden auch gleich von den Buddys (freiwillige Studenten der Universit\u00e4t in Kristiansand, in etwa wie die Fachschaft) in Empfang genommen und zu unseren Unterk\u00fcnften gefahren wurden. Dort war es dann auch schon kurz vor Mitternacht, sodass ich nur noch ein paar Sachen ausger\u00e4umt und mich dann in mein neues Bett gefallen bin und mich, dank Mama und Papa, sogar mit einer Bettdecke und nicht etwa mit Schlafsack oder nur mit Jacke zugedeckt habe. Welcome to Norway!<\/p>\n<p>Vor allem in den ersten zwei Tagen habe ich aber deutlich gemerkt, dass mein gesprochenes Englisch ganz sch\u00f6n eingerostet ist&#8230; Zum Gl\u00fcck merke ich aber schon jetzt, dass es wesentlich besser wird und so langsam die ganzen W\u00f6rter, die ich mal geh\u00f6rt, gelesen und gelernt habe zur\u00fcckkommen. Immerhin habe ich von Anfang an ziemlich alles verstanden (Danke, Australien!). Achja, mein Deutsch wird auf jeden Fall nicht verrosten, da laut Statistik die meisten Internationalen Studenten dieses Jahr, wie auch in den letzten Jahren, aus Deutschland kommen (die Deutschen sind \u00fcberall!!).<\/p>\n<p>So, nun weiter zu meiner neuen Universit\u00e4tsstadt: Am ersten richtigen Tag wurden wir von den Buddys durch die relativ kleine Stadt Kristiansand gef\u00fchrt. Klein meine ich eher f\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse, aber in Norwegen ist sie mit ihren rund 80 000 Einwohnern die 5. gr\u00f6\u00dfte Stadt! Die Innenstadt wird auch Square genannt, da alle Stra\u00dfen parallel verlaufen und deshalb wie ein Schachbrett oder eben wie ein Viereck auf einem Stadtplan aussieht. Die H\u00e4user in der Altstadt, auch Posebyen genannt, sind typische skandinavische Holzh\u00e4user, aber mit, meiner Meinung nach, h\u00e4sslicher wei\u00dfer Farbe gestrichen. Ich wurde aber nach kurzer Zeit aufgekl\u00e4rt, dass das ein Zeichen von Wohlhabenheit ist. Denn die sch\u00f6ne rote Farbe ist eigentlich Abfallprodukt bei der Eisenproduktion, die recht viel im Norden von Schweden betrieben wird. Dementsprechend ist die rote Farbe wesentlich g\u00fcnstiger als die wei\u00dfe \u2013 und dazu noch sch\u00f6ner.<\/p>\n<p><a name=\"fbPhotoSnowliftCaption\"><\/a>Einige von diesen sch\u00f6nen roten und gelben H\u00e4usern sind im \u201eFischmarkt\u201c zu bestaunen. Direkt um die Ecke ist die Buch, der Hafen und die moderne Oper \u201eKilden\u201c. Zwischen Bucht und Hafen befindet sich auch die Halbinsel Odder\u00f8ya, die ich dann mit meinen Eltern umlaufen habe. Echt ein wundersch\u00f6ner Ort um einen kurzen Spaziergang zu machen, sch\u00f6ne Blicke auf die Stadt und das Umland (Meer und Inseln) zu erhaschen und am Sonntag an der Spitze der Halbinsel leckere und sogar relativ g\u00fcnstige Vaffels zu essen! Auf jeden Fall schon mal mein erster Lieblingsplatz! Was ich noch gar nicht erw\u00e4hnt habe: das Wetter am ersten Tag hat uns auch Willkommen gehei\u00dfen \u2013 Sonnenschein und recht wenig Wind! Das war die letzten Tage dann doch eher das Gegenteil&#8230; Aber das ist ja eigentlich auch das, was man von Norwegen erwartet, abgesehen vom Schnee, der aber auch bald kommen soll&#8230; Ansonsten ist es eigentlich relativ warm f\u00fcr die Jahreszeit (4 \u2013 7 Grad), was durch den st\u00e4ndigen Wind und teilweise Regen\/Niesel aber wesentlich k\u00e4lter wirkt. Essen gehen, damit meine ich abends in ein Lokal zu gehen, werde ich aber wohl vermeiden: einen Hauptgang bekommt man selten unter 20 Euro und das Bier dazu kostet gleich noch einmal 10! Immerhin ist McDonalds g\u00fcnstig \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Mein Wohnheim teile ich mit Anne aus Stuttgart (gleich ein bisschen Heimat), die auch mit mir Friluftsliv hier studiert . Das schon etwas \u00e4ltere Wohnheim wurde erst vor Kurzem neu ausgestattet, zumindest die K\u00fcche (wie viel das taugt werden wir noch sehen \u2013 hab am 2. Tag schon den Henkel vom K\u00fchlschrank angebrochen, aber der vom Gefrierschrank ist auch schon angerissen&#8230;). Das Zimmer ist auch echt wohnlich und mit Anne komme ich auch super klar! Da wir beide nicht geflogen, sondern hierher gefahren sind, haben wir auch eine ganz gute Ausstattung und m\u00fcssen nur wenig hier (teuer) erwerben. Das beste an dem Wohnheim ist aber die Lage: zu Fu\u00df kann man die Uni in weniger als 10 Minuten erreichen und in die Stadt l\u00e4uft man auch nur etwas l\u00e4nger als eine viertel Stunde. Also ziemlich genau in der Mitte. Ob ich mir jetzt sofort ein Fahrrad anlege, wird sich noch zeigen, da vor allem bei niedrigeren Temperaturen \u00fcberall Eis auf den Stra\u00dfen und Gehwegen ist, da die Norweger eher wenig streuen und wenn dann nur so was \u00e4hnliches wie Kies, bevorzugt aber nur auf den gr\u00f6\u00dferen Stra\u00dfen&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>10. Januar:<\/p>\n<p>Nun zu meinem Studiengang hier: \u201eFriluftsliv\u201c oder etwas internationaler auch \u201eOutdoor Education\u201c genannt. W\u00f6rtlich \u00fcbersetzt bedeutet Friluftsliv \u201eFreiluftleben\u201c, was sich eigentlich relativ gut erahnen l\u00e4sst. So ist es mit einigen W\u00f6rtern hier in Norwegen: Wenn man sie irgendwo liest und ungef\u00e4hr einen Zusammenhang hat, l\u00e4sst es sich schnell erraten was gemeint ist (Mischung zwischen Englisch und Deutsch). Mehr dazu aber in ein paar Wochen, wenn mein Norwegisch Crash Kurs anf\u00e4ngt. Zur\u00fcck zu meinem eigentlichen Studium: Mit Friluftsliv ist also gemeint, in\/mit der Natur zu leben ohne gro\u00df die moderne Technik zu benutzen (z. B. Hei\u00dfe Diskussionen um \u201eSchnee-Jetskies\u201c) und in den jeweiligen Pl\u00e4tzen nur die eigenen Fu\u00dfabdr\u00fccke zu hinterlassen (und nicht etwa M\u00fcll oder Zigarettenstummel), sodass jeder danach auch die M\u00f6glichkeit hat, diese wundersch\u00f6nen Pl\u00e4tze in der Natur zu bewundern und es ihm so scheint, als ob er der erste ist, der dieses Fleckchen Erde betritt. Sowohl das darin Leben und Wahrnehmen, als auch das Erhalten der Natur, sprich W\u00e4lder, Berge, Meer und Seen, sind wesentliche Inhalte dieses Lebensstils. Fr\u00fcher waren die meisten dieser Aktivit\u00e4ten \u00fcberlebenswichtig, da Norwegen trotz der 380 000 km\u00b2 nur etwa 5 Mio Einwohner hat und es so relativ weit ist, von A nach B zu kommen. Wesentliche Aktivit\u00e4ten sind also Langlaufen, Wandern, Schwimmen, Kanu\/Kajak fahren, Fischen, Orientierungsl\u00e4ufe, das \u00dcberleben und \u00dcbernachten in der Natur und Jagen\/Sammeln. Wir sollen also in diesem Kurs lernen, die Menschen in die Natur zu bringen, sie dort zu f\u00fchren und ihnen dort wesentliche Dinge zu zeigen und zu erkl\u00e4ren. Gleichzeitig auch das Gruppenklima zu verstehen und zu optimieren. Denn nur wenn alle zusammenhelfen und -halten, wird ein Ausflug in der Natur zum Erfolg. Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch eine gut durchdachte Planung im Voraus, was einen gro\u00dfen Teil unseres Studiums einnimmt. Ein weiteres Ziel ist aber auch unsere eigenen F\u00e4higkeiten und unser Wissen zu erweitern. Deshalb trainieren Anne und ich schon flei\u00dfig im Sportzentrum, das direkt neben der Uni gelegen ist, um unsere Winterfaulheit zu \u00fcberwinden und uns f\u00fcr die Ausfl\u00fcge fit zu machen. So aber wie erlernt man nun diese F\u00e4higkeiten? Es geh\u00f6rt zwar ein bisschen Theorie dazu, aber das Wesentliche lernt man nat\u00fcrlich, wenn man es in die Tat umsetzt. Das dazwischen ein himmelgro\u00dfer Unterschied ist, haben wir schon am ersten Praxistag gemerkt, als wir mit Karte und Kompass im dichten Schneegest\u00f6ber ein paar vorher festgelegte Punkte finden sollten: Wir sind irgendwie schon am ersten gescheitert, sodass es unm\u00f6glich war, den n\u00e4chsten Punkt zu finden, da wir angenommen hatten, am richtigen Ort gewesen zu sein&#8230; Immerhin haben wir dann relativ schnell auch wieder zur\u00fcck zur Uni gefunden. Aber aus Fehlern lernt man und daf\u00fcr sind ja diese kurzen Ausfl\u00fcge da. Schlimmer w\u00e4re es allerdings, wenn es uns bei einem mehrt\u00e4gigen Trip passieren w\u00fcrde, der uns demn\u00e4chst auch noch bevorsteht. Unser erster Ausflug startete direkt hinter der Uni und nach nur 10 Minuten Fu\u00dfweg waren wir in der f\u00fcr Norwegen typischen wundersch\u00f6nen Natur. Wie schon gesagt, hat es gerade an diesem Tag in dicken Flocken geschneit, sodass alles in kurzer Zeit mit einer Puderzuckerschicht \u00fcberzogen wurde. Leider ist es noch recht warm und am Nachmittag war alles Schneematsch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unser Kurs besteht aus 24 internationalen Studenten, die aus aller Welt kommen (USA, England, Litauen, Niederlande, etc. aber auch viele Deutsche). Da wir alle Kurse zusammen haben, f\u00fchlt es sich an, als ob wir eine Schulklasse w\u00e4ren. So lernen wir uns aber auch recht schnell kennen, weil wir fast jeden Tag miteinender verbringen und viel zusammenarbeiten m\u00fcssen. Nicht nur in der Uni, sondern auch in der Freizeit trifft man sich, um zusammen zu feiern (das Alkoholtrinken wird aber wenn \u00fcberhaupt eher auf die Preparty beschr\u00e4nkt, da es sonst einfach zu teuer wird) oder auch nur gem\u00fctlich in einer WG zu kochen. Viele meinen immer, dass die Lebensmittel hier so extrem teuer sind. Allerdings habe ich festgestellt, dass man durchaus auch f\u00fcr Norwegen billig einkaufen kann ohne auf viel zu verzichten. Teuer ist v. a. Alkohol, das was von der Kuh oder anderen Tieren kommt (Fleisch, Milchprodukte, Eier) und Tomaten. Aber z. B. Lachs und manch andere Fische sind auch nicht viel teurer als in Deutschland und haben wahrscheinlich eine wesentlich bessere Qualit\u00e4t. Aber einige aus unserem Kurs k\u00f6nnen wohl angeln und haben auch Ausr\u00fcstung dabei, sodass ich es mir vielleicht auch mal zeigen lassen kann&#8230; Was nat\u00fcrlich viel Geld schluckt, sind die Reisen in Norwegen. Gl\u00fccklicherweise sehen wir aber durch unsere vielen Ausfl\u00fcge viel vom S\u00fcden Norwegens und den Norden muss ich dann eben mal in den paar wenigen freien Tagen unseres Studiums erkunden. Langeweile wird hier definitiv nicht aufkommen, da nat\u00fcrlich auch die Leute, die beschlossen haben den Friluftsliv Kurs zu besuchen, gut drauf und unternehmungslustig sind.<\/p>\n<p>Erste Woche \u2013 unendlich viele Eindr\u00fccke, die ich gar nicht alle in Worte fassen kann (aber darin bin ich ja eh nicht so gut :D)!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>12. Januar:<\/p>\n<p>Obwohl der Alkohol in Norwegen recht teuer ist, sind doch recht viele, vor allem Studenten, ziemlich trinklustig. Tricks um Geld zu sparen sind dabei auf die F\u00e4hre nach D\u00e4nemark (die soll wohl f\u00fcr Studenten zweimal im Semester kostenlos sein und auch andere Studentenangebote hat) zu gehen und sich im Dutyfree Shop einzudecken oder sich von jedem Besuch aus einem anderen Land Alkohol mitbringen zu lassen. Ich versuche es gerade erst mal mit weniger trinken, da Weihnachten und Silvester ja eh recht feucht war&#8230; Noch ein Spartrick sind die ausgiebigen Prepartys, die meist so aussehen, dass viele Leuten in einem kleinen Raum gestopft sind und ihren selbst mitgebrachten Alkohol trinken. Teilen ist hier nicht so verbreitet, da der andere einem ja den teuren Alkohol wegtrinken k\u00f6nnte&#8230; Danach geht\u2019s entweder in eine Bar, in dem ein Glas Bier um die 10 Euro kosten und dabei nicht mal gut schmeckt oder in einen gemieteten Party-Raum neben der Uni, Alibien genannt. Dort kann man denn weiter seinen eigenen Alkohol trinken, womit man wesentlich billiger davon kommt.<\/p>\n<p><a name=\"fbPhotoSnowliftCaption1\"><\/a>Nun zu einer anderen typisch norwegischen Aktivit\u00e4t, der S\u00f8nntagstour. Das bedeutet soviel wie: es ist Sonntag, also werden die Wanderschuhe angezogen und sich richtig angezogen (Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung) und ab geht\u2019s in die Natur ein bisschen wandern. Ob mit Kindern oder Freuden ist egal und Wanderrouten gibt es um Kristiansand gen\u00fcgend, sodass es nie langweilig wird. Immer im Gep\u00e4ck hat der Norweger als Proviant eine Orange und ein Kvikk Lunsj (norwegisches KitKat). Beliebt ist es auch, ein paar Scheitla Holz mitzunehmen und an den vielen Feuerstellen ein kleines Lagerfeuer zu entfachen, um Hotdogs oder Stockbrot dar\u00fcber zu grillen. Genau diese Aktivit\u00e4t haben wir heute mit den norwegischen Friluftsliv Studenten unternommen, die uns ein bisschen die Gegend in Jegersberg gezeigt haben und uns anschlie\u00dfend zum Stockbrot und naja wegen dem st\u00fcrmisch-regnerischem Wetter eher ungem\u00fctlichen Zusammensitzen um das Lagerfeuer eingeladen haben. Aber sobald man dann mal wieder l\u00e4uft, wird es schnell wieder warm und ansonsten oder zus\u00e4tzlich kann man danach immer noch ins Sportzentrum Spicheren gehen, ein paar gem\u00fctliche Bahnen schwimmen und anschlie\u00dfend im Whirpool und der Sauna sich aufw\u00e4rmen. Nat\u00fcrlich macht die viele frische Luft und die t\u00e4glich Beanspruchung immer echt m\u00fcde, sodass ich mich immer wieder auf mein warmes, gem\u00fctliches Bett freue und immer noch ein bisschen Respekt vor unseren Mehrtagestrips im Zelt habe (v. a. Wenn es die ganze Zeit regnet und alles (hoffentlich nur \u00e4u\u00dferlich) nass ist und nicht richtig trocknet. Aber daran wird man sich schon auch gew\u00f6hnen. Im Moment ist es noch recht mild f\u00fcr diese Jahreszeit (wie gesagt: es regnet anstatt zu schneien), aber die n\u00e4chste Woche sollte eigentlich der schon lang erwartete Schnee kommen. Dann geht\u2019s endlich auf die Langlaufskier, die sich bis jetzt noch in meinem Zimmer langweilen.<\/p>\n<p>Zu meiner Wohnung kann ich noch sagen, dass ich (wie in Heidelberg) eine ziemlich perfekte Lage hab und jedem, der nach Kristiansand zum Studieren kommt das Wohnheim St. Olavsvei oder Kongsgard Allee ans Herz lege. Denn auch in 7 Minuten ist man zum direkt vor der Uni gelegenen Sportzentrum gelaufen, das einen den ein oder die vielen anderen regnerischen Tage vergessen l\u00e4sst. Es ist auch fast f\u00fcr jedermann etwas dabei: so beinhaltet es ein normales Fitnessstudio mit Spinningraum, viele Fitnesskurse, die man besuchen kann, zwei Sporthallen, in denen man mit ein paar Freunden Fu\u00dfball, Handball oder was auch immer spielen oder sich einfach einer spielenden Gruppe anschlie\u00dfen kann, eine Kletterhalle inkl. kleiner Boulderh\u00f6hle (sogar die Kletterausr\u00fcstung kann kostenlos geliehen werden) und, was ich bisher am meisten genutzt habe, eine 25m Bahn zum Schwimmen mit Whirpool nebendran und Sauna in den Umkleiden. F\u00fcr Studenten sind die Preise auch echt in Ordnung (55 \u20ac pro Monat, 180 \u20ac im Semester oder 10 Mal f\u00fcr 45 \u20ac). Au\u00dferdem macht (zumindest mich) Sport ausgeglichen, zufrieden und st\u00e4rker (auch das Immunsystem), das bei dem norwegischen Wetter oft mal andersherum ausgehen kann&#8230; Mein Buddy aus Troms\u00f6 hat erz\u00e4hlt, dass es bei ihrer Familie im Norden gerade einige Meter Schnee hat, die Sonne aber erst wieder im Ende Januar herauskommt, sodass es den ganzen Tag dunkel ist \u2013 das w\u00fcrde mich glaub ich echt depressiv machen! Achja im Sommer ist es daf\u00fcr den ganzen Tag hell, sodass man nicht richtig schlafen kann. Aber, wie es scheint, braucht man nur die richtige Einstellung zum Wetter (siehe auch Spruch oben) und kann dann ganz \u201enormal\u201cseinen Tag verbringen und alt werden. Denn warum sonst ist hier die Lebenserwartung so hoch \u2013 das muss wohl am Lebensstil h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>14. Januar:<\/p>\n<p>Orientieren:<\/p>\n<ul>\n<li>Karte nach Norden ausrichten, so drehen, als ob man auf dem Weg geradeaus l\u00e4uft<\/li>\n<li>markante Punkte (features) auf der Strecke sehen und auf der Karte entlang des Weges finden<\/li>\n<li>nicht immer den k\u00fcrzesten, sondern den einfachsten Weg nehmen (markante Punkte, z B. Berg, entlang eines Baches,&#8230;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lifesaving:<\/p>\n<ul>\n<li>(um) Hilfe rufen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>immer erst versuchen die Person zu retten ohne selbst ins Wasser zu gehen, evtl mit Hilfsmitteln wie \u00c4sten, Rettungsring, von einer Br\u00fccke&#8230;<\/li>\n<li>wenn das nicht m\u00f6glich: erst mal etwas hinwerfen, woran sich die Person festhalten kann (Ball, etc.)<\/li>\n<li>reinspringen, so dass der Kopf immer \u00fcber Wasser ist (Schrittsprung, nach vorne beugen, Arme erst hinten aber bei eintauchen schnell seitlich nach vorne ziehen)<br \/>\nso schnell wie m\u00f6glich zur Person schwimmen, dabei den Kopf aber immer \u00fcber Wasser haben, damit man die Person nicht aus dem Auge verliert<br \/>\nFalls Ertrinkender in Panik: beruhigen durch gut zureden, im Notfall untertauchen und mit schnellen sicheren Handgriffen abschleppen<br \/>\nFalls sich Ertrinkender an dich klammert: wegsto\u00dfen oder untertauchen und erneut beruhigen<\/li>\n<li>Person an Land bringen: immer mit Person in Kontakt bleiben (auch beim aus dem Wasser steigen), mit Schwung (Person unter Wasser tauchen) an den Armen haltend aus dem Wasser ziehen und Abstand zum Wasser gewinnen (Wellen,&#8230;)<\/li>\n<li>Atmet Person noch? Nein: Beatmen bis Notarzt kommt<br \/>\nJa: stabile Seitenlage<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>verschiedene Abschlepptechniken: die nehmen, die einem selbst am Besten liegt:<\/p>\n<ul>\n<li>von hinten fassen, re Arm \u00fcber die re Schulter und unter der linken Achsel fassen, mit li Arm und Beinen paddeln<\/li>\n<li>\u00e4hnlich, nur mit 3 untersten Fingern unter dem Kinn halten (nicht auf Luftr\u00f6hre dr\u00fccken!), gestreckter Arm<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Feuer machen:<\/p>\n<ul>\n<li>3 Hauptdinge: Feuerquelle (Feuerzeug, Streichh\u00f6lzer, Feuerst\u00e4be), Sauerstoff, trockenes brennbares Material<\/li>\n<li>am Anfang: schnell brennbares Material, z. B. 1 cm vom Tampon abgeschnitten und auseinander gezogen mit Vaseline eingerieben, Rinde von einer Birke (Steifen), trockenes Gras, kleine trockene \u00c4ste<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>im Rucksack:<\/p>\n<ul>\n<li>1. Hilfe Set (mit Bandage, Rettungsfolie)<\/li>\n<li>Tape<\/li>\n<li>warme Klamotten und M\u00fctze<\/li>\n<li>Seil<\/li>\n<li>Lunchbox<\/li>\n<li>Thermoskanne bevorzugt mit Suppe, statt Tee oder Kaffee (Suppe st\u00e4rkt mehr, bei Tee und K muss man \u00f6fter aufs Klo)<\/li>\n<li>(Stirn)lampe<\/li>\n<li>Biwacksack (bei Sturm zum Pause machen)<\/li>\n<li>Messer<\/li>\n<li>Feuerquelle<\/li>\n<li>Map and Compass<\/li>\n<li>alles bevorzugt in wasserdichten Taschen<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>20. Januar 2015:<\/p>\n<p>Yahoooo gestern hat es fast den ganzen Tag geschneit, sodass wir heute ca. 10 cm Schnee hatten und das erste mal Langlaufen waren!! Da die wenigsten schon mal langlaufen waren, war es ein sehr am\u00fcsanter Tag mit einigen St\u00fcrzen und Schreien, aber auch vielen lachenden Gesichtern. Au\u00dferdem hat man am Ende deutliche Fortschritte zum Anfang gemerkt! Allein schon das Pflegen, sprich Wachsen der Skier war aber schon recht zeitaufw\u00e4ndig und schwei\u00dftreibend! Unser Lehrer Len hat auch das Motto: Lernen durch Probieren! Deshalb haben wir am Anfang einfach das getan was wir dachten (inkl. Skier anziehen \u2013 ich hatte meine falsch herum an und hab mich gewundert, warum denn so gar nichts klappt \ud83d\ude00 danach ging es daf\u00fcr aber umso besser). Nach einer kleinen Skigew\u00f6hnung hie\u00df es dann: So jetzt erkundet mal die Gegend, probiert aus, was ich euch gezeigt habe und fragt, wenn ihr Fragen habt! Das war einerseits sehr lustig, andererseits, da wir nicht an diese Bewegungen gew\u00f6hnt waren, waren wir nach kurzer Zeit unter der Jacke n\u00e4sser als au\u00dferhalb (obwohl es geschneit hat) \u2013 so ging es zumindest mir. Aber dadurch, dass ich schon einige Erfahrung im Alpin Skifahren hab, sind mir zumindest die zwei Holzlatten an den F\u00fc\u00dfen nicht ganz so fremd wie manch anderen (Engl\u00e4nder, Amerikaner,&#8230;) &#8211; allerdings sind sie wesentlich d\u00fcnner und somit wackeliger bergab&#8230; Leider hat es schon wieder ein paar Grad \u00fcber Null, sodass der Schnee matschig wird und schmilzt. Hoffentlich wird es wieder k\u00e4lter, damit wir weiter \u00fcben k\u00f6nnen!!<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatten wir heute noch unsere erste Stunde des norwegisch Crash-Kurses. 3 Stunden still sitzen nach einem langen Tag inklusive Langlaufen ist aber vor allem f\u00fcr Friluftsliv-Leute relativ langweilig und ziemlich erm\u00fcdend. Zum Gl\u00fcck waren aber viele von den Friluftsliv-Leuten im Kurs, sodass es nicht langweilig wurde. An sich ist die Dozentin relativ schnell voran gegangen und hat gleich viel von uns erwartet. Gut, dass ich mit Jochen im letzten Semester schon ein paar Stunden mehr oder weniger erfolgreich hinter mich gebracht habe, so konnte ich wesentlich einfacher folgen. Au\u00dferdem hatten wir Deutschen einen gro\u00dfen Vorteil gegen\u00fcber anderen Sprachen, da doch recht viele \u00c4hnlichkeiten bestehen und v. a. F\u00fcr englischsprachige Landsleute das Aussprechen des norwegischen \u00f6 oder \u00fc schon eine Herausforderung bedeutet. Andererseits ist der Kurs aber auf Englisch, sodass ich um 2 Ecken \u00fcbersetzten muss&#8230; Mal schauen, was nach den 8 Wochen h\u00e4ngen bleibt!<\/p>\n<p>Gestern hatten wir wieder unseren w\u00f6chentlichen Montags-Trip mit den norwegischen Friluftsliv-Studenten. Diesmal war das Thema Group Dynamics. Unsere Aufgabe war es also in ca. 8-Mann starken Gruppen verschiedene Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen, z. B. Ein Zelt nur aus einem Tarp (Plane), Schn\u00fcren und was wir im Wald finden zu errichten, ein Feuer zu machen (im Schneegest\u00f6ber), etc. Das war aber schon mal eine gute Vorbereitung f\u00fcr den weiteren Kursverlauf, haben sie uns verraten \u2013 es bleibt spannend und wird wohl nicht langweilig werden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5. 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